Der Weg zum Eingriff
Im Vorfeld
Im Normalfall findet zunächst ein Informationsgespräch statt, in dem wenn immer möglich auch die Parnterin teilnehmen sollte. Dabei werden Sie über die Vasektomie informiert und haben die Möglichkeit Fragen zu stellen. Der Entschluss zur Vasektomie sollte ohne äusseren Druck stattfinden und die Familienplanung abgeschlossen sein. Richtige Informationen sind enorm wichtig, denn vor dem Eingriff muss der Mann eine Erklärung unterzeichnen, dass er mit der Operation einverstanden ist und über deren Folgen aufgeklärt wurde. Die Sterilisierung des Mannes durch Vasektomie wird durch Unterbindung der beiden Samenstränge durchgeführt. Dies führt zu einer definitiven Zeugungsunfähigkeit ohne Beeinträchtigung der Potenz. Im Prinzip ist eine Vasektomie ein definitiver Eingriff. Es ist heute aber unter Umständen möglich eine sogenannte Refertilisierung (Wiederfruchtbarmachung) durchzuführen.
Zum Eingriff
Der Eingriff wird im Sprechzimmer unter lokaler Betäubung vorgenommen. Danach wird seitlich am Hodensack durch einen Schnitt der Samenstrang freigelegt. Es wird ein zirka 3 cm langes Stück herausgeschnitten, die Enden werden verödet und zusätzlich mittels Faden abgebunden. Der Schnitt wird mit Faden zugenäht. Auf der anderen Hodensackseite wird auf gleiche Art der zweite Samenstrang behandelt. Wichtig: Vor der OP dürfen während 10 Tagen keine aspirinihaltigen Medikamente eingenommen werden (Acetylsalicylsäure).
Unmittelbar nach der Operation ist folgendes zu beachten:
Nach der Operation können Sie nach Hause gehen. Sie sollten daheim nochmals einige Stunden ruhen.
In den ersten 3-4 Tagen ist es wichtig körperliche Anstrengungen zu vermeiden.
Es ist möglich, dass in seltenen Fällen nach der Operation in einem oder in beiden Fächern des Hodensackes ein leichter Bluterguss auftritt. Dies ist kein Grund zu Beunruhigung.
Die Hautnähte müssen nach 5 - 7 Tagen entfernt werden.
Der Geschlechtsverkehr kann wieder aufgenommen werden, wenn Sie sich dazu in der Lage fühlen. Da jedoch nach der Operation noch während 35 bis 40 Samenergüssen lebende Samenzellen vorhanden sein können, müssen in dieser Zeitperiode unbedingt schwangerschaftsverhütende Massnahmen z.B. Kondome angewendet werden.
Ungeschützter Geschlechtsverkehr soll erst stattfinden, wenn die Untersuchung des Samenergusses zeigt, dass keine lebenden Samenzellen mehr vorhanden sind.